Elsa Johanna Mohr | Flávio Nunes

Passadinha - Jazz Thing Next Generation Vol. 96

Price: € 14.95
Format: CD
Label: Double Moon Records
UPC: 0608917141825
Catnr: DMCHR 71418
Release date: 27 January 2023
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Label
Double Moon Records
UPC
0608917141825
Catalogue number
DMCHR 71418
Release date
27 January 2023
Album
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About the album

The 96th release of “Jazz thing Next Generation” seems to be heading to Brazil, but singer Elsa Johanna Mohr is from Düsseldorf. But she already spent an exchange year in Brazil when she was in high school and fell in love with the music there. Studies of Portuguese and Brazilian literature in Munich, including a bachelor's thesis on the Brazilian composer Dorival Caymmi, followed, during which time she sang and played in various bands and then studied jazz singing in Osnabrück, where Simin Tander, Tobias Christl and Efrat Alony were among her teachers.

She can now be heard together with the Brazilian guitarist Flavio Nunes on her debut album "Passadinha" (Double Moon/Bertus). "Flavio has lived in Germany for three or four years, and everything was just right when we jammed and had our first small performances," the singer recalled. "What makes Flavio very special is his sensitive way of accompanying. I feel very seen and heard by him because he is very sensitive."

Together, the two have compiled a repertoire of Mohr's originals and various Brazilian classics, including "Fechado Pra Balanço" by Gilberto Gil and "Tempo de Amor" composed by Baden Powell. "We started with Brazilian classics, which can now also be found on the album," Mohr explained the song selection. "This includes 'A Menina Dança‘ (the dancing girl) by the group Novos Baianos. We made sure that we didn't only have Bossa Nova songs, but also sometimes a choro or something trendy."
The clear diction and the informal style of Mohr's singing make “Passadinha” a small gem. The Neue Osnabrücker Zeitung has already certified that she sings “as if she had grown up on Sugarloaf Mountain”, to which Nunes, who can be heard on both the acoustic and the electric guitar, contributes a lot. He masters the most complex rhythms with breathtaking ease and adds depth and dimension to the laid-back singing.

But the pieces that Mohr composed in Portuguese are especially striking and fit seamlessly into the series of Brazilian songs. The slightly ballad-like and melancholic sounding "Casuleira" – Mohr accompanies herself on the guitar on this song – plays with high-pitched tones. “The song is about a woman who cuts herself off from the world (‘Casuleira’ means as much as cocoon) in an attempt to avoid feelings in order not to get hurt," the singer explained. The bossa nova song “Gíria”, refined with subtle percussion, is about the language spoken in Brazil and its pitfalls. “Translated, ‘Gíria’ means colloquial language, and it's about my initial contact with Brazilian slang,” Mohr said. "I only learned the correct grammar during my studies and now I speak more correctly than many Brazilians."

Of course, other pitfalls against which you have to defend yourself in life have to do with love. A story that the singer herself experienced is behind the transparent sounding title track. “’Passadinha” means as much as a short walk and has a rather dramatic background,” Mohr stated. “I once lived in a small village near Belo Horizonte. Someone fell in love with me there, who became very jealous when I was with someone else. He threw all my clothes out of the house at night, which then hung in trees."
The pitfalls of jealousy also play a role in the slow-moving "Loop Infinito", which concludes the album. "The song is about an intrusive admirer who simply didn't want to hear no," the singer explained. "It was a kind of stalking, and my husband had to intervene."
In der 96. Folge von „Jazz thing Next Generation“ scheint es nach Brasilien zu gehen, doch die Sängerin Elsa Johanna Mohr kommt aus Düsseldorf. Aber bereits während ihrer Schulzeit verbringt sie ein Austauschjahr in Brasilien und verliebt sich in die dortige Musik. Ein Studium der portugiesischen und brasilianischen Literaturwissenschaft in München einschließlich einer Bachelor-Arbeit über den brasilianischen Komponisten Dorival Caymmi schließt sich an, währenddessen singt und spielt sie in diversen Bands und studiert dann Jazzgesang in Osnabrück, wo Simin Tander, Tobias Christl und Efrat Alony zu ihren Lehrern gehören.
Auf ihrem Debüt-Album „Passadinha“ (Double Moon/Bertus) ist sie nun zusammen mit dem brasilianischen Gitarristen Flavio Nunes zu hören. „Flavio lebt seit drei, vier Jahren in Deutschland und beim Jammen und ersten kleinen Auftritten hat es einfach gepasst“, erinnert sich die Sängerin. „Was Flavio sehr besonders macht, ist seine sensible Art der Begleitung. Ich fühle mich sehr gesehen und gehört von ihm, da er sehr feinfühlig ist.“
Zusammen haben die beiden ein Repertoire aus Mohrs Originalen und diversen brasilianischen Klassikern zusammengestellt, zu denen beispielsweise „Fechado Pra Balanço“ von Gilberto Gil oder „Tempo de Amor“ aus der Feder von Baden Powell gehören. „Angefangen haben wir mit brasilianischen Klassikern, die nun auch auf dem Album zu finden sind“, erläutert Mohr die Songauswahl. „Dazu gehört ‚A Menina Dança‘ - das Mädchen tanzt - von der Gruppe Novos Baianos. Wir haben darauf geachtet, dass wir nicht nur Bossa Nova dabei haben, sondern auch mal einen Choro oder etwas Poppiges.“
Die klare Diktion und der ungezwungene Stil von Mohrs Gesang machen „Passadinha“ zu einem kleinen Juwel - die Neue Osnabrücker Zeitung bescheinigte ihr schon, zu singen, „als sei sie am Zuckerhut aufgewachsen“ -, zu dem Nunes, der sowohl an der akustischen als auch an der elektrischen Gitarre zu hören ist, eine Menge beiträgt. Er beherrscht die komplexesten Rhythmen mit atemberaubender Leichtigkeit und gibt dem lässigen Gesang Tiefe und eine zusätzliche Dimension.
Besonders frappierend sind aber die eigenen Stücke, die Mohr in Portugiesisch verfasst hat und die sich nahtlos in die Reihe der brasilianischen Songs einfügen. Das leicht balladesk und melancholisch klingende „Casuleira“ - hier begleitet sich Mohr selbst auf der Gitarre - spielt mit hohen Tönen. „In dem Song - ‚Casuleira‘ bedeutet so viel wie Kokon - geht es um eine Frau, die sich einmauert und versucht, Gefühlen aus dem Weg zu gehen, um nicht verletzt zu werden“, erläutert die Sängerin. Im Bossa Nova „Gíria“, das mit dezenter Perkussion veredelt wurde, geht es um die Sprache, die in Brasilien gesprochen wird und deren Fallstricke. „‚Giria‘ heißt übersetzt Umgangssprache und es geht darum, dass ich zuerst mit der brasilianischen Umgangssprache in Kontakt gekommen bin“, erzählt Mohr. „Erst im Studium habe ich die korrekte Grammatik gelernt und mittlerweile spreche ich korrekter als mancher Brasilianer.“
Andere Fallstricke, denen man sich im Leben erwehren muss, haben natürlich mit der Liebe zu tun. Hinter dem transparent klingenden Titeltrack verbirgt sich eine Geschichte, die die Sängerin selbst erlebt hat. „‚Passadinha‘ bedeutet so viel wie kleiner Spaziergang und hat einen ziemlich dramatischen Hintergrund“, sagt Mohr. „Ich habe mal in einem kleinen Dorf in der Nähe von Belo Horizonte gelebt. Dort hat sich jemand in mich verliebt, der sehr eifersüchtig wurde, als ich mit jemand anderem zusammen war. Er hat nachts alle meine Klamotten aus dem Haus geworfen, die hingen dann in den Bäumen.“
Die Tücken der Eifersucht spielen ebenfalls eine Rolle im träge dahin schlurfenden „Loop Infinito“, der das Album beschließt. „Der Song handelt von einem aufdringlichen Verehrer, der einfach kein Nein hören wollte“, berichtet die Sängerin. „Das hatte etwas von Stalking und mein Mann musste eingreifen.“

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